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Nur wer nichts macht, macht alles falsch

Wiederbelebung ist einfach: Jeder kann Leben retten

Plötzlicher Herzstillstand eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland / Mangelnde Bereitschaft zur Durchführung von Wiederbelebungsmaßnahmen / Anästhesisten und Notfallmediziner starten Kampagne: „Prüfen, Rufen, Drücken“

Neuwied, 19.10.12 (Rie) – Stellen Sie sich vor, Sie stehen an der Bushaltestelle und neben Ihnen bricht eine Dame oder ein Herr mittleren Alters plötzlich zusammen, sinkt auf den Boden und ist nicht mehr ansprechbar. Was können Sie tun? Sehr viel! Durch Ihr beherztes Eingreifen können Sie ein Menschenleben retten. Jeder kann und sollte lebensrettende Maßnahmen (Reanimation) durchführen, so Privatdozent Dr. Armin Rieger, Chefanästhesist am DRK Krankenhaus in Neuwied. Anästhesisten und Notfallmediziner wollen mit ihrer Kampagne „100 Pro Reanimation“ das Bewusstsein für die lebensrettenden Fähigkeiten jedes Einzelnen schärfen und über die lebensentscheidenden Sofortmaßnahmen informieren.

„Prüfen, Rufen, Drücken“ lautet die einfache Devise: Prüfen, ob die bewusstlos zusammen¬gebrochene Person noch reagiert und atmet. Unter 112 den Rettungsdienst rufen. Fest, mindestens 100-mal pro Minute in der Mitte des Brustkorbs 5-6 cm nach unten drücken und nicht aufhören, bis Hilfe eintrifft. Auf eine Mund-zu-Mund Beatmung durch Laien wird bewusst verzichtet.
Grafik zu Wiederbelebungsmaßnahmen
Der plötzliche Herztod ist mit schätzungsweise 80.000 bis 100.000 Fällen pro Jahr eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland. Jeden kann es treffen. Die Betroffenen sind auf schnelle Hilfe angewiesen. In 60% der Fälle wird der Herzstillstand beobachtet, das heißt es sind Personen anwesend während ein Mensch zusammenbricht.

Doch die Bereitschaft von Laien, Wiederbelebungsmaßnahmen nach einem plötzlichen Herzstillstand durchzuführen, ist in Deutschland mit 15 % im internationalen Vergleich alarmierend niedrig, erläutert Dr. Rieger. Gründe dafür sind oftmals die Angst, etwas falsch zu machen und eine unzureichende Ausbildung in Erster Hilfe. Dabei sind die Maßnahmen zur Wiederbelebung eines Menschen einfach. Man kann dabei nichts falsch machen. Der einzige Fehler ist, nichts zu tun.

„Prüfen – Rufen – Drücken“: diese Maßnahmen verdoppeln bis verdreifachen die Chance, dass der Betroffene überlebt. Zahlen aus den Niederlanden und aus Norwegen belegen das. In diesen Ländern werden bei fast zwei Dritteln der beobachteten Herzstillstände Wiederbelebungsmaßnahmen durch Laien durchgeführt. Mehr als 4000 Menschen pro Jahr könnten in Deutschland durch mehr Wiederbelebungsmaßnahmen schon vor Eintreffen des Rettungsdienstes gerettet werden, so Oberarzt Dr. Mitsuru Makinose, ärztlicher Leiter des Notarztstandortes am DRK Krankenhaus Neuwied. Die Notfallmediziner setzen große Hoffnungen in die Kampagne „Prüfen – Rufen – Drücken“.

Auf www.100-pro-reanimation.de stehen für alle, die ihre Kenntnisse zum Thema Wiederbelebung auffrischen möchten, ein Film, eine Kurzanleitung fürs Portemonnaie und ein Flyer zum Download bereit. Informationen erteilt auch gerne die Anästhesie-Abteilung des DRK Krankenhauses unter Tel. (0 26 31) 98-17 11. Weitere Kurse zur Wiederbelebung durch Laien werden angeboten.
Neuwied, 19.10.2012
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